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Reisebudget planen – der Haushaltsplan als Grundlage

Die Entwicklung eines Haushaltsplans mit Sabine

Anfang April 2020 schrieb mich Sabine über den Messenger an. Wir hatten im Januar diesen Jahres einen Online-Kurs zusammen besucht und uns dabei kennen gelernt. „Du bist doch die mit dem Reise-Thema“ fing sie ihre Nachricht an mich an „und kennst dich aus mit Reisebudget planen.“

Schnell war klar, worum es bei ihr gehen würde. Sie beschäftigte sich mit der Reiseplanung für 6 Wochen USA. Ihr Traum ist es, in einigen Nationalparks zu wandern und intensiv New York zu erleben. Ihre beiden Söhne, jetzt 12 und 14 Jahre alt, sollen mit. Ebenso ihr Mann, der aber voraussichtlich nach einiger Zeit, die Rückreise antreten muss. Damit Sabine mit ihrer Famile 6 Wochen reisen kann, ist klar, dass sie die Sommerferien zur Verfügung hat. Aber ob sich dieser Traum bereits nächstes Jahr oder erst zu einem späteren Zeitpunkt verwirklichen lässt, ist noch offen. Ein Knackpunkt ist nämlich das Reisebudget planen.

Was hat ein Haushaltsplan mit Reisebudget planen zu tun?

Wir trafen uns zum ersten Online-Gesprächstermin wenige Tage später. Sabine hatte bereits angefangen zu recherchieren und präsentierte mir etliche Zahlen zu Flugkosten, mögliche Ausgaben für Mietwagen oder Wohnmobil, Unterkünfte, geschätzte Kosten für Essen und Trinken und vielem mehr. 

Der erste Schritt bei jeder Planung fängt allerdings nicht mit der Recherche zu den zukünftigen Kosten an, sondern direkt im jetzigen Alltag. Sabine war überrascht über meine Frage, ob sie einen detaillierten Haushaltsplan habe. Sie verneinte, meinte aber im groben ihre Alltagskosten als Familie zu kennen. Einen festen Betrag, der für zukünftige Urlaubsreisen zurückgelegt wird, gab es allerdings nicht. 

Ich erklärte Sabine mein grundsätzliches Vorgehen bei meinen Reisen. Die Grundlage ist nämlich ein detaillierter Haushaltsplan. Hier sammle ich nicht nur typische Kosten wie Miete, Fahrtkosten, Wasser, Strom, Heizung und Versicherungen. Auch Ausgaben zu sämtlichen Abos wie z.B. die Tageszeitung, die Musik-App, den Cloud-Speicherdienst oder für Geschenke bei Geburtstagen, regelmäßig anfallende Gebühren und Sonstiges. Sprich: Alles was anfällt und das detailliert. Der Sinn dahinter ist, dass diese Aufschlüsselung zeigt, welchen Betrag wir für unsere Urlaubsreise zurücklegen können, ohne dass es im Alltag zu massiven Einschränkungen kommt. Einsparpotential können wir immer noch entwickeln, wenn klar wird, dass der Betrag zu niedrig ist. Für einen ersten Schritt ist es wichtig, die Zahl zu kennen, die realistisch möglich ist, ohne weh zu tun. 

Sabine verstand mich sofort, denn bei großen Reisen in weiterer Zukunft wird das Dranbleiben beim Sparen ein wichtiger Faktor sein. Genau dies wird erleichtert, wenn der Sparbetrag lebensnah ist und nicht immer wieder für etwas anderes verwendet werden muss, weil der Alltag dazwischen kommt. 

Auf dem Weg zum detaillierten Haushaltsplan

Als Nächstes bekam daher Sabine die Aufgabe von mir gestellt, einen Plan aufzustellen und um ihr dies zu erleichtern, schickte ich ihr per Mail meine erprobte Excel-Tabelle. Wir vereinbarten einen Follow-up Termin in zwei Wochen.

Voller Tatendrang ging Sabine ans Werk und gab mir die Rückmeldung, dass es mit meiner Excel-Tabelle sogar Spaß machen würde, alles zusammenzutragen und einzupflegen. Zwischendurch fragte ich mal kurz bei ihr nach, ob sie vorankomme. Das war der Fall und sie suchte obendrein Einnahmen aus kleineren Verkäufen zusammen, die sich regelmäßig auf Flohmärkten ergaben und fügte auch die Einnahmen für ihr kleines Gartengrundstück ein, welches sie verpachtet hatten. Durch diesen Überblick ermittelte Sabine auch bereits erste Ideen für Einsparungen und kündigte alle möglichen Abos, die sie als Familie nicht ausnutzten. 

Überblick mit Haushaltsplan - ein Beispiel

Nach zwei Wochen trafen wir uns wieder online und Sabine präsentierte mir voller Stolz ihr Ergebnis. Dabei ging es nicht darum, dass ich einen Einblick in ihre Zahlen bekomme, denn das ist völlig irrelevant. Mich interessierte mehr, ob sie einen Betrag gefunden hatte, den sie guten Gewissens über Monate zur Seite legen konnte, um sich ihre Traumreise in der Zukunft erfüllen zu können. Genau das war der Fall. Sabine bestätigte, dass sie einen Betrag hat und diesen jetzt kennen würde. Der nächste Schritt war auch klar und ihre Recherche zu Unterkünften, Fahrtkosten, Verpflegung, Eintrittsgelder und allem weiteren begann. Weiterhin machte sie sich Gedanken um einen möglichen Zeitraum und glich ab, ob sie bis dahin das notwendige Reisebudget zur Verfügung haben würde. Falls nicht, gibt es typische Stellschrauben wie Kosten auf der Reise reduzieren, Einnahmen im Alltag erhöhen beziehungsweise die Wahl des Reisezeitpunktes überdenken.

Ergebnis unserer Arbeit: Ein Reisebudget planen

Dass was wir in diesen zwei Wochen entwickelt haben, war für Sabine der Startpunkt. Sie hatte einen genauen Überblick über ihre Kosten im Alltag und kannte ihren persönlichen Betrag, den sie für Reisen zurücklegen kann. Falls dieser zu niedrig ist, hat sie mögliche Stellschrauben im Hinterkopf, an denen sie drehen kann, um sich ihren Reisetraum von 6 Wochen USA in der Zukunft zu erfüllen. Für Sabine und ihre Familie ist die USA-Reise für 2022 nun fest eingeplant. 

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